Historie

Das Jahr 2007 war für Bodensee ein doppeltes Jubiläumsjahr. Auf das Jahr 1107 geht die älteste, bis jetzt bekannte Erwähnung zurück. Auch das Wehr- und Schützenwesen ist urkundlich auf das Jahr 1457 nachzuweisen.

Beide Jubiläen haben einen religiösen Bezug. In der Miracula sancti Modoaldi wird Bodenhusen zwischen dem 12. Mai und dem 29. Juni 1107 im Zusammenhang mit einem Wunder im Kloster Helmarshausen zum ersten Mal erwähnt. Die heute noch verbreitete Annahme von Johannes Letzner, dass ein Ritter namens Hanno 918, vom Bodensee kommend, zur Erinnerung an seine verlassene Heimat die Orte Bodensee und Lindau gegründet habe, wird von anerkannten Historikern als Unsinn und Fabel bezeichnet.

Auch die von Johann Wolf beschriebene Schenkung der Plesse mit 1100 Hufen im Jahr 1011, gelegen vor den Orten Krebeck, Bodensee, Gieboldehausen und Rüdershausen, von Immad II. an seinen Sohn Meinwerk Bischof von Paderborn wird so in der Vita Meinwerci nicht bestätigt.

Da die Immedinger große Besitzungen in Sachsen und Thüringen besaßen, wird auch diese Angabe von Johann Wolf nur eine Annahme sein. Unter den 20 Ortschaften um den Hünstollen, in denen die Immedinger Besitzungen hatten, sind die aufgeführten Orte nicht verzeichnet.

Die bis zum Jahr 2005 als erstbekannte Urkunde von 1333 wird keine Erstbelehnung der von Bodenhusen sein. Weitere Forschungen werden dadurch erschwert, dass die Lehnsrollen im Zweiten Weltkrieg nach Hannover abgegeben werden mussten und dort bei Bombenangriffen beschädigt oder gar vernichtet wurden.

Nach der Teilverpfändung des Amtes Lindau im Oktober 1434 an den Erzbischof von Mainz kam es zu Streitigkeiten um das Dorf Berka und die Grenzen des Amtes Lindau. Am 10. Dezember 1437 setzte der Erzbischof von Mainz Otto V. von Plesse als Amtmann ein und ordnete an, die Grenzen des kleinen Amtes zu schützen. Reste einer Landwehr von der Rhume bei Bilshausen mit der Bodenseeer Warte auf dem Höherberg sind heute noch erkennbar. Ab dem Jahr 1438 kann man vom Schützenwesen im Amt Lindau sprechen: „gesellschapp de schutten“.

In den Urkunden vom 3. März, 4. April und 22. April 1457 wird Jan von Bodenseen aufgefordert, mit anderen das Kloster Bursfelde und deren Besucher zu schützen. Anlass waren die Reformkonzile von Konstanz 1415 bis 1419 und Basel von 1431 bis 1447. Vom Kloster Bursfelde sollten für den Norden des Landes durch den Abt Johannes Dederoth die innerkirchlichen Reformen durchgeführt werden.

Aus den Türkensteuerlisten von 1442 bis 1445 ist zu ersehen, welche Familiennamen es in Bodensee schon gab. Eine Musterungsrolle von 1599 zeigt, wie das Wehr und Schützenwesen in Bodensee organisiert waren. Wie so viele andere Orte hatten auch Bodensee und deren Bewohner im Dreißigjährigen Krieg zu leiden. Wenn Bodensee auch 1626 völlig zerstört war, befanden sich 1661 schon wieder 44 Herdstellen im Ort.

Quelle: Wikipedia

Heimathistoriker Friedrich Henniges hat zum 550 jährigen Jubiläum des Wehr- und Schützenwesen und zur 900 Jahrfeier des Ortes Bodensee im Jahr 2007, seine über Jahre recherchierten Aufzeichnungen in einem Buch mit limitierter Auflage veröffentlicht. Wir freuen uns, Ihnen dieses Buch inkl. der 2011 entstandenen Ergänzung hier als online E-Book und PDF zur Verfügung stellen zu können.

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Desweiteren finde Sie im folgenden Buch eine geschichtliche Betrachtung über das Wehr- und Schützenwesen in Bodensee sowie der Schützengesellschaft Sankt Eustachius.

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Wir bedanken uns herzlich bei Friedrich Henniges für die freundliche Unterstützung auf dieser Homepage, der zur Verfügungstellung der Bodensee Geschichtsbücher und die jahrelange mühselige Aufarbeitung der Historie unseres Ortes.

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