Internetversorgung in Bodensee: Was war/Was kommt

Hallo,

ich möchte mit diesem Artikel einen Überblick geben über die bisherige und die zukünftig mögliche Internetanbindung von Bodensee.

Wie ihr alle wisst, ist ein schnelles Internet heute genauso unverzichtbar wie ein Strom- oder Wasseranschluss. Deshalb gibt es heutzutage schon einen Wertverlust bei Häusern ohne die Möglichkeit eines solchen Anschlusses. Nun hat aber leider der Bundestag/-rat den Breitband-Internetzugang bewusst nicht in den Grundversorgungskatalog mit aufgenommen, wie z.B. den Telefonanschluss, und deshalb besteht kein Anspruch auf einen solchen. Die Versorgung soll durch den freien Markt geregelt werden, eine politische Entscheidung mit all den Nachteilen für die Fläche.

 

Kleine Technikübersicht

Mit den folgenden Techniken ist ein Internetanschluss (die Geschwindigkeit des Anschlusses wird in Megabit pro Sekunde, abgekürzt Mb/sec, gemessen) in Bodensee realisierbar:

1. Leitungsgebunden:

  • Glasfaser (bis ins Haus) bis 200Mb/sec
  • VDSL (über Telefonleitung) bis 50 Mb/sec
  • DSL (über Telefonleitung) bis 16 Mb/sec

2. Funk:

  • LTE bis 50Mb/sec ( in Städten: 100Mb/sec)
  • UMTS bis 16Mb/sec

Bei Funk wird die Menge der Daten, die übertragen werden, immer begrenzt, damit einzelne den Funk nicht über Gebühr belasten. Wird diese Grenze überschritten, wird die Geschwindigkeit so weit gedrosselt, dass der Anschluss praktisch nicht mehr genutzt werden kann. Das ist besonders problematisch für Haushalte mit mehreren Personen (Familien), die das Internet nutzen, aber auch als Einzelperson kann man mit größeren Downloads (Onlinevideotheken, Updates, …) schnell an die Grenze stoßen.

Die angegebenen Geschwindigkeiten sind meist auch nicht erreichbar, wenn mehrere Leute die Funkverbindung nutzen. Das liegt daran, dass immer nur einer gleichzeitig senden kann. Je mehr Leute die Funkverbindung nutzen (oder wenn wenige diese „intensiv“ nutzen), desto langsamer wird es also!

Problematisch ist der Empfang in Bodensee. Dieser ist auf dem Lehmberg sehr gut, im Altdorf oder am Rande des Neubaugebiets kaum akzeptabel (Severin hat nachgemessen) oder gar unmöglich ohne Außenantenne. Zudem wird die Funkverbindung schlechter oder kann bei starken Regen oder Nebel abreißen.

In Bodensee kann man z.B LTE (Vodafone) aus Bilshausen empfangen. Der Sender hängt am Schornstein der Firma Jacobi. Hierbei fällt der herkömmliche Telefonanschluss weg, denn telefoniert wird auch über die Funkverbindung. Also: keine Funkverbindung, kein Telefon.

Die Alternative dazu ist UMTS (Telekom) vom Höherberg. Hier bleibt der kabelgebundene Telefonanschluss erhalten. Warum wohl?

Aktuell ist Bodensee wegen der ca. 5 km langen Kupferleitungen zur Vermittlungsstelle in Ebergötzen nur mit DSL bis maximal 2Mb/sec, meist aber deutlich weniger, versorgt.

 

Was ist bisher geschehen?

Im Jahr 2011 haben alle gedacht, dass es jetzt aufgrund des Zukunftsinvestitionsgesetzes besser wird mit der Internetanbindung in Bodensee. Hier haben der Bund 75%, das Land 5% und die Kommunen 20% investiert, um die Internetanbindung mit mind. 2Mb/sec zu verbessern. Zum Nachteil vieler gab es von der EU die Vorgabe, dass die Anbindung technikneutral zu geschehen hat. Für Südniedersachsen hat die Telekom die Ausschreibung gewonnen. Aufgrund von Vorgaben dieser Ausschreibung durfte dabei die Telekom alleine entscheiden, wie die Dörfer angeschlossen werden.

Bodensee und Bilshausen wurden mit der schlechtesten aller Techniken angeschlossen: Funk via UMTS. Dafür hat unsere Gemeinde ca. 13.000€ gezahlt! Es flossen damit insgesamt ca 65.000€ für den Internet-Ausbau Bodensees an die Telekom!

Dafür wurde ein weiterer Sender auf dem Höherberg installiert und eine Glasfaser dorthin verlegt.

Leider habe ich davon erst im Nachherein erfahren, sonst wäre meine Empfehlung gewesen, sich nicht am UMTS-Ausbau zu beteiligen und Stattdessen das Geld zu sparen für eine sinnvollere Interneterschließung .

Renshausen hatte aufgrund seiner schlechten Funklage Glück: Es wurde eine Glasfaser nach Renshausen gelegt und mit DSL angeschlossen.

Zusammen mit der Zukunftsrunde wurde dann in 2011 eine Unterschriftenaktion gestartet. 86% aller Haushalte in Bodensee haben sich darin für gleiche Lebensverhältnisse ausgesprochen und wollten eine gleichwertige Anbindung wie Renshausen.

Ein Schreiben an die Telekom wg. der schlechten Empfangsverhältnissen in Bodensee wurde als unbegründet abgelehnt. Nach eigenen Messungen sah die Telekom alle Auflagen als erfüllt an. Das hat dann auch das Wirtschaftsministerium in Hannover bestätigt.

 

Aktuelle Entwicklungen

Da mehr als 50% aller Gemeinden in Landkreis mit Funk erschlossen wurden, war der Unmut natürlich recht groß. Im Juli ’12 fand dann ein Treffern aller Gemeinden mit dem Landkreis und dem Breitband-Kompetenzzentrum Niedersachsen statt. Hier wurde ein Ausweg aus der mangelhaften Versorgungssituation aufgezeigt.

Es gibt über das EFRE Programm bis zu 50% Förderung, wenn Firmen in der Gemeinde unter einem langsamen Internet leiden. In Bodensee haben sich 10 Gewerbetreibende gefunden.

Gefördert wird die Wirtschaftlichkeitslücke, die ein Unternehmen bei der Erschließung in Bodensee hat, die sich aus der zu geringen Anzahl der Kunden ergibt. Auf deutsch: Bodensee zahlt dann die Hälfte von dem, was die Firma, welche die Erschließung leistet, haben will.

Gleichzeitig hat Bodensee mit Hilfe des Landkreises auf der Webseite des Breitband- Kompetenzzentrums Niedersachsen sein Interesse für einen Internetausbau bekundet.

Zwei Firmen wollen das leisten:

Die Telekom will Bodensee mit Glasfaser erschließen und den gesamten Ort mit VDSL (minimal: 20Mb/sec, maximal: 50Mb/sec ) versorgen, der Konkurrent Fa. Sewikom auch, will aber mit einer Funkverbindung(!) sein VDSL (bis zu 30Mb/sec) anbinden. Eben wegen der Funkanbindung behält er sich auch das Recht vor, Kunden, die den Anschluss „exzessiv“ nutzen, zu kündigen. Wann das der Fall ist, steht nicht den AGB und wird nach Gusto entschieden. Zudem ist er mit seinen Tarifen für Endkunden 240€/Jahr teurer als vergleichbare Tarife der Telekom und man kann auch keinen anderen Anbieter wählen, ist also an ihn gebunden.

Die Glasfaserverbindung der Telekom würde von Renshausen nach Bodensee gelegt werden. Glücklicherweise haben wir dort ein ausgedientes Wasserrohr liegen, dessen Nutzung die Tiefbaukosten erheblich reduzieren würde.

Die Gemeinde muss nun darüber entscheiden, ob wir eine, für die zukünftige Entwicklung Bodensees wichtige, schnelle und technisch zukunftssichere Internetanbindung bekommen und in welcher Form das finanziert werden soll. Die derzeitige Möglichkeit, aus Fördertöpfen Geld zu bekommen, wird in Zukunft bei den ewig klammen Haushalten der Regierungen und der auf uns zukommenden Schuldenbremse kaum noch vorhanden sein. Jetzt wäre also auch finanziell gesehen für Bodensee der richtige Zeitpunkt für eine zukunftsweisende Entscheidung.

 

Da zur Zeit einiges im Fluss ist, kann ich hier nicht über alle Details berichten. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich mich hier wieder melden.

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18 Antworten auf Internetversorgung in Bodensee: Was war/Was kommt

  • Hallo,
    recht herzlichen Dank für die für mein Empfinden doch sehr detailierte Darstellung der Situation. Ich freue mich sehr über den Eifer, der hier erbracht wird!
    Hoffentlich nimmt alles ein gutes Ende und können zukunftsorientiert unser Dorf in ein sehr gutes Licht stellen.
    Wie schon geschrieben, ist Zugang zum Internet eine mittlerweile fast essenzielle Notwendigkeit geworden. Selbst mein Fernseher benötigt Updates!!!

    Nochmals Dank und ich freue mich auf weitere Informationen

    Sascha Coesfeld

  • Folgende Email habe ich heute erhalten:

    der Landkreis Göttingen stellt derzeit in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Gemeinden, somit auch mit der Gemeinde Bodensee, eine Strukturplanung für eine bessere Versorgung mit Breitband bis zu max. 25 MBit/s evtl. sogar 50 MBit/s auf. Finanzmittel hierfür und für den Ausbau werden vom Landkreis wie auch aus dem Südniedersachsenprogramm zur Verfügung gestellt.

    Wann es zum Ausbau kommt, kann derzeit noch nicht verbindlich gesagt werden. Die Bearbeitung beim Landkreis Göttingen hat allerdings eine sehr hohe Priorität.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Samtgemeindebürgermeisterin
    I.A. Klaus-Dieter Grobecker

    Samtgemeinde Gieboldehausen

    • Dr. Jürgen Holm

      Ja, das Südniedersachsenprogramm wäre eine Chance für Bodensee. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es wieder ein Zuschussmodell wird, d.h. die Gemeinden bringen 50% auf und der Rest wird vom Land bezahlt. Daran ist es letztes mal ja auch gescheitert.
      Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

  • Ich habe folgende Info für Bodensee erhalten:

    Betreff: Breitbandversorgung in Bodensee-Samtgemeinde Gieboldehausen

    Sehr geehrter Herr XXX

    Bezug nehmend auf Ihre Anfrage an Herrn Wunderling-Weilbier vom 08.03.2016 in Sachen Breitbandversorgung teile ich Ihnen nach Rücksprache mit dem Landkreis Göttingen folgendes mit:

    Der Landkreis Göttingen hat gerade eine Markterkundung durchgeführt, die vor wenigen Tagen endete. Zurzeit läuft die Auswertung durch den Planer. Im April soll das ebenfalls notwendige nichtförmliche Interessenbekundungsverfahren durchgeführt werden. Der Kreistag soll nach heutiger Planung in seiner Juni-Sitzung entscheiden, ob der Breitbandausbau im Landkreis Göttingen durch einen Eigenausbau oder das sogenannte Deckungslückenmodell erfolgen soll. Daran anschließend können die dann erforderlichen Förderanträge auf den Weg gebracht werden.

    Ich hoffe, dass damit Ihrem Anliegen Rechnung getragen worden ist und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen
    XXX

    Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig

    Dienstgebäude Braunschweig
    Wilhelmstraße 3
    38100 Braunschweig
    Tel.: +49 531 484-2095
    Fax: +49 531 484-2066

  • Dr. Jürgen Holm

    Ok,

    das kann also der 2. Anlauf werden.
    Ich hatte am 1.9.2015 (!) eine Anfrage an den Zuständigen in der SG Gieboldehausen mit cc: Gemeinde Bodensee gestartet. Allerdings hatte ich damals von keiner Seite eine Rückmeldung bekommen!

    Aktuell ist es so:

    Die neue Regierung in Hannover möchte den Breitbandausbau speziell in
    Südniedersachsen vorantreiben. Aus diesen Mitteln können bis zu 40% der Kosten gefördert werden.
    Die Bundesregierung hat aber nun auch noch ein Zuschussprogramm aufgelegt http://heise.de/-2792312 indem bis zu 50% der Kosten übernommen werden kann.

    Das gute daran, diese beiden Programme können kombiniert werden kann, so dass die Gemeinde mit viel Glück nur 10% der Kosten (Wirtscahftlichkeitslücke) zu tragen hat.
    Also wenn icht jetzt, wann dann?

    PS: Habe Z.Zt Telekom LTE (30GB) mit ISDN und zahle 59€/Monat :-(( Abends um 19:00 hat man mit Glück 2-4Mbit/sec, sonst manchmal 8-20Mbit/sec. 30GB reichen auch nicht wenn man sich nicht einschränken will. Ich hatte auch schon Kontakt mit der Drossel, dann ist das Internet einfach wie Tot! Einfach zum Kotzen.

    • Hier eine weitere Email vom 21.03

      Sehr geehrter Herr XXX,

      vielen Dank für Ihre Anfrage an den Herrn Landesbeauftragten zum Stand des Breitbandausbaus in der der Gemeinde Bodensee, die ich Ihnen zuständigkeitshalber sehr gerne beantworte. Der Landkreis Göttingen hat das Ziel, eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s sicherzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind zwei Lösungen denkbar. Entweder die Schaffung einer kreiseigenen Infrastruktur, die nach Herstellung an einen Betreiber verpachtet wird oder die kreisweite Versorgung durch einen Anbieter, der für die flächendeckende Erschließung einen Zuschuss zu den sog. weißen Flecken bekommt, die sich wirtschaftlich nicht erschließen lassen. Welches Modell zum Zuge kommt, ist noch nicht abschließend entschieden. Die entsprechende Kreistagsentscheidung soll im Juni fallen, so dass anschließend die erforderlichen Schritte veranlasst werden können.

      Da für den Ausbau Bundeszuschüsse in Anspruch genommen werden sollen, ist eine flächendeckende Versorgung von mindestens 85 % aller Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s erforderlich. Da mindestens 95 % aller Haushalte zumindest übergangsweise mit mindesten 30 Mbit/s versorgt werden müssen, um die Zuschüsse des Bundes überhaupt zu bekommen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es in der Gemeinde Bodensee bei einer Versorgung mit 2 Mbit/s bleibt. Wir erwarten den Beginn der notwendigen Arbeiten Anfang 2017. In welcher Reihenfolge die erforderlichen Arbeiten umgesetzt werden, lässt sich im Moment aber noch nicht absehen. Ich hoffe, diese Informationen sind für Sie im Moment ausreichend. Falls nicht, lassen Sie es mich bitte wissen.

      Mit freundlichen Grüßen

      (Geschäftsführer)

      ————————————————————————————

      WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH
      Bahnhofsallee 1 B, 37081 Göttingen
      Fon: 0551/9995498-1, Fax: 0551/9995498-9
      Handelsregistereintrag: Amtsgericht Göttingen, HRB 3943
      Geschäftsführer: Detlev Barth
      Aufsichtsratsvorsitzender: Landrat Bernhard Reuter

      • Hallo!
        Na das klingt doch nach astreinem Politiker/Behördengewäsch. Fakt ist also frühestens 2017 wird mit den Arbeiten begonnen. Wir können also hoffen, dass wir dann ab 2020 endlich mal ein „vernünftiges“ Internet mit mehr als 2 Mbit mit erdgebundenen Kabel haben werden.

        Laut der Agenda des Bundesverkehrsministeriums sollte das ja schon bis 2014 passiert sein. Ich bin begeistert.

  • Wenn wir Glück haben auch schon Ende 2018…

    es muss aber alles europaweit ausgeschrieben werden…

    die spannende Frage wird sein:

    50 Mbit/s oder 30 Mbit/s

    oder bleibt doch alles beim Alten

    • Dr. Jürgen Holm

      Also, ändern wird sich wohl schon was, fragt sich bloß was, und was dann hinten raus kommt.
      30 MBits/s ist heute das, was früher 2 MBit/s war und 50 Mbit/s wird ab 2018 auch überholt sein.

      Der Ausbau sollte also wenigstens 100 Mbit/s bringen, z.B. VDSL mit mehreren FTTC (nicht nur zwei von diesen grauen Kästen) für Bodensee mit einem Backbone mit mehr als 1GBit/sec. Allein der Glaube an sowas fehlt mir 🙁

      Wofür man sowas braucht? Netflix + Co in HD oder 4K sorgen schon für Auslastung/Sättigung.

  • Firmen wie wir , die fast ausschließlich mit Kunden im Ausland arbeiten und auf schnelles Internet angewiesen sind , müssen sich über kurz oder lang ohnehin einen anderen Standort suchen.
    Schade dass der Bürgermeister und der Gemeinderat hier nicht mehr Druck machen können oder wollen.

  • email von heute 03.04.17

    Sehr geehrter Herr Riepenhausen,

    der Sachstand ist unverändert. Bodensee wird von uns als weißer Fleck definiert, ist also in der Ausbauplanung des Landkreises enthalten. Wir haben inzwischen sämtliche in Betracht kommenden Förderanträge gestellt und warten auf den Förderbescheid bzw. „vorläufigen Maßnahmebeginn“ des Bundes, damit wir die europaweite Ausschreibung starten können. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass der Ausbau im gesamten Landkreis Göttingen bis Ende 2018 erfolgt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Detlev Barth
    (Geschäftsführer)
    ————————————————————————————
    WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH
    Bahnhofsallee 1 B, 37081 Göttingen
    Fon: 0551/9995498-1, Fax: 0551/9995498-9
    Handelsregistereintrag: Amtsgericht Göttingen, HRB 3943
    Geschäftsführer: Detlev Barth
    Aufsichtsratsvorsitzender: Landrat Bernhard Reuter
    E-Mail: detlev.barth@wrg-goettingen.de
    http://www.wrg-goettingen.de

  • Schnelleres Internet für Bilshausen, Wollershausen und südlichen Teil von Wollbrandshausen

    http://www.stadtradio-goettingen.de/permalink_to?objid=e39354

  • Dr. Jürgen Holm

    Hallo,
    wer fragt nicht: warum geht es nicht voran mit den Internetausbau? Hier ein paar Fakten dazu:

    Im Februar hat die Telekom angeboten die Samtgemeinde Gieboldehausen im Eigenausbau ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln auszubauen. Das wäre allerdings ein Sparausbau geworden, weil die Vorgaben des Bundes nicht erreicht worden wären. Der Landkreis hat das Telekomangebot deshalb abgelehnt. Durch den geförderten Ausbau werden wir also eine bessere Lösung bekommen!

    Die Fördermittel des Bundes für unseren Landkreis wurden im Februar beantragt. Bisher hat der Bund leider nicht reagiert. Ohne Förderbescheid ist eine Ausschreibung für den Breitbandausbaus aber nicht möglich.

    Nach dem Erhalt des Förderbescheides, muss der Breitbandausbau europaweit ausgeschrieben werden weil das Volumen über 250k€ liegt. Das dauert nochmals 3 Monate.

    Wenn der Ausbau kommt, es ist also wohl nicht vor 2018 damit zu rechnen, dann wird wird mit max 50MBit/sec ausgebaut. Ein Vectoring welches bis zu 100MBit/sec erlauben würde ist laut Förderichtlinien in den nächsten 7 Jahren verboten! Allerdings ändern sich diese Richtlinien auch ständig.

    „Bis zu“ 50MBit/sec sind schon nicht mehr stand der Technik, aber wer hungert ist auch mit trocken Brot zufrieden. Man kann nur hoffen, dass möglichst viel Glasfaser verlegt wird für die Zukunft

  • Der Förderbescheid für den Breitbandausbau im Landkreis Göttingen ist am Mittwoch im Bundesverkehrsministerium in Berlin übergeben worden – 17.08.2017

    http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Foerderbescheid-Breitbandausbau-im-Landkreis-Goettingen

  • Übergabe von zwei Zuwendungsbescheiden durch Minister Meyer – Wirtschaftsregion Göttingen – Projekt Breitband

    http://wrg-goettingen.de/wirtschaftsregion-goettingen/projekte-der-wrg/breitbandausbau/uebergabe-zuwendungsbescheid/index.htm

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